Veranstaltungen

22. Ordentliche Mitgliederversammlung des MÜF e.V.
Donnerstag, 08.02.18, Literaturhaus
Interne Veranstaltung, nur für Mitglieder.


„Let’s play ball!“
mit Jan Schönherr und Regina Rawlinson
Donnerstag, 11.1.18, 20 Uhr, Literaturhaus (Forum)
(interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei)

Baseball und Cricket? Böhmische Dörfer oder doch bloß amerikanische und britische Sportarten? Eine kleine Einführung in die Spiele mit dem Schläger von Jan Schönherr und Regina Rawlinson. Schlag-, Fang- und Wurfgeräte werden zur Anschauung mitgebracht.


„Übersetzer persönlich“
(anschließend großer vorweihnachtlicher Büchertausch)
Donnerstag, 20 Uhr, Literaturhaus, dritter Stock
(nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei)

Regina Rawlinson stellt drei übersetzende Überraschungsgäste vor, die auf ihrem spannenden Lebensweg (vielleicht über Um-, Ab- oder auch Schleichwege) irgendwann beim Übersetzen angekommen sind. Nutzen Sie die Gelegenheit, KollegInnen näher kennenzulernen, die für Sie bis jetzt vielleicht nur ein Name auf unserer Mitgliederliste waren oder ein Gesicht bei einer Veranstaltung.

Darüber hinaus möchten wir natürlich auch wieder unseren vorweihnachtlichen Büchertisch aufbauen. Bitte bringen Sie überzählige Belegexemplare zum Tauschen und Verschenken mit. Hier haben schon viele das ideale Weihnachtsgeschenk gefunden. Da leider erfahrungsgemäß am Ende des Abends immer zahlreiche Bücher liegen bleiben, möchten wir ganz besonders herzlich auch die KollegInnen, die in diesem Jahr vielleicht nichts zum Büchertisch beisteuern können, einladen, sich nach Herzenslust zu bedienen.


Herbstlese
Münchner Übersetzer*innen präsentieren ihre Neuerscheinungen

Mittwoch, 15.11.2017, 20 Uhr, Literaturhaus (Bibliothek)
Eintritt: Euro 10.-/7.-

Der Herbst ist Erntezeit – das gilt auch für die Münchner Übersetzerschaft. Vier von ihnen, Christiane Buchner, Tanja Handels, Silke Kleemann und Uta Rupprecht, stellen in Lesung und Gespräch die Früchte ihrer Arbeit vor: Lieblingsprojekte, die im Herbst und Winter 2017/18 in den Buchhandel kommen. Der Weg, den ein fremdsprachiges Original zurücklegen muss, bis es als deutsche Übersetzung bei den Lesern landet, die Freuden (oder auch Schrecken) der Arbeit daran, Werkstatt-Anekdoten, Wortfindungs-Triumphe und -Störungen, Erlebnisse mit Lektoren oder auch Autoren: Das alles soll an diesem Abend Thema sein. Aber vor allem geht es natürlich um eines: die Freude am fertigen Buch!

Moderation: Ursula Wulfekamp

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum, Stiftung Literaturhaus

Eine Veranstaltung der Reihe Übersetzer stellen vor


Vergabe der Literaturstipendien der Landeshauptstadt München.
Das Stipendium für Übersetzung geht in diesem Jahr an REGINA RAWLINSON.
Freitag, 29.09.2017, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus, Saal
(öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei.)

Die bayrische Landeshauptstadt München hat sechs Literaturstipendien, dotiert mit jeweils 6.000 Euro, für vielversprechende literarische Projekte vergeben. Das Stipendium für Übersetzungsprojekte erhält Regina Rawlinson für ihre Übersetzung von Jeanette Winterson: „Christmas Day“.

Das MÜF gratuliert ganz herzlich!


Perfekt oder Präteritum – das ist die Frage
mit Gloria Buschor

Donnerstag, 21.9.2017, 20 Uhr
Ort: Forum des Literaturhauses, III. Stock
(interne Veranstaltung, nur für Mitglieder)

Die Entscheidung zwischen Perfekt und Präteritum fällt nicht nur Süddeutschen immer wieder schwer. In literarischen Texten, in denen sich Erzählerrede, üblicherweise im Präteritum, und Figurenrede überlagern, müssen zahlreiche Faktoren wie etwa Sprechsituation oder Alter des Sprechers berücksichtigt werden, was für die Übersetzung unabhängig von der Ausgangssprache durchaus eine Herausforderung darstellen kann. Gemeinsam wollen wir Entscheidungshilfen suchen.


Großes Übersetzersommerfest
Samstag, 19.8.2017, ab 18 Uhr
(Genaueres entnehmen Sie bitte dem aktuellen Rundbrief.)


„Der gläserne Übersetzer“
mit Tanja Handels und Jan Schönherr

Donnerstag, 6.7.2017, 15 Uhr
Bibliothek des Literaturhauses
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt 5€

„Sie hobeln, feilen und schnitzen an Worten und Wendungen. Sie knobeln und tüfteln, um die Lücken zwischen Sprachen und Kulturen zu schließen. Wer wissen möchte, warum Übersetzen Kunst und Handwerk zugleich ist, muss Übersetzer bei ihrer Arbeit erleben. Tanja Handels und Jan Schönherr übersetzen heute Nachmittag live am Computer. Sie können Originaltext und entstehende Übersetzung mitlesen und sich aktiv an der Suche nach dem richtigen Wort beteiligen.“ (Quelle: Literaturhaus München)

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 5.- (Teilnahme nur mit Voranmeldung)



Verleihung des Arbeitsstipendiums des Freistaats Bayern für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer
an MICHAELA MESSNER

Montag, 3.7.2017, 19 Uhr
Saal des Literaturhauses, III. Stock
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei

Das mit 6.000.- Euro dotierte Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für ein literarisches Übersetzungsprojekt geht in diesem Jahr an Michaela Meßner für ihre Erstübersetzung des Romans Désorientale der Autorin Négar Djavadi aus dem Französischen ins Deutsche. Der autobiographisch inspirierte Debütroman der im Iran geborenen Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin, die heute in Paris lebt, erzählt eine drei Generationen überspannende Familiengeschichte.

»Das Stipendium des Freistaats Bayern honoriert die wichtige Leistung der literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer für die deutschsprachige Literaturszene. Durch ihre wertvolle Arbeit schaffen sie einer breiten Leserschaft Zugang zu Werken aus aller Welt und die Möglichkeit, den eigenen Horizont durch Literatur anderer Länder und Kulturen zu erweitern«, so Staatsminister Ludwig Spaenle.

Grußwort & Überreichung der Urkunde: Staatssekretär Bernd Sibler
Begrüßung: Regina Rawlinson
Werkstattgespräch: Michaela Meßner mit Amelie Thoma (Lektorin bei C.H. Beck)
Die Preisverleihung wird musikalisch begleitet durch Anne Braatz am Cello.
Veranstalter: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Münchner Übersetzer-Forum e.V., unterstützt durch die Stiftung Literaturhaus
Eintritt frei (Anmeldung wird erbeten unter Tel. 089 – 29 19 34 – 27)


Basiswissen – nicht nur – für Krimiübersetzer:
Vorsicht, Schusswaffen!

Donnerstag, 1. Juni 2017, 20 Uhr
Seminarraum des Literaturhauses, III. Stock
Interne Veranstaltung, nur für Mitglieder

ÜbersetzerInnen von Kriminalliteratur und Thrillern haben oftmals nicht nur mit dem Stil des Autors zu kämpfen, sie bewegen sich auch in einer Welt realer Fakten, zu der ihnen mitunter das Insiderwissen fehlt. Wir wollen versuchen, dem abzuhelfen, indem wir Fachleute einladen, die über ihr Spezialgebiet referieren.

In unserer Reihe „Basiswissen – nicht nur – für Krimi-Übersetzer“ werden wir uns diesmal den Schusswaffen widmen. Der Waffensachverständige Axel Manthei wird uns mit einem mediengestützten Vortrag in die Ballistik einführen sowie die unterschiedlichen Waffenarten und deren Gebrauch erläutern.


Wie wird ein Text deutsch?
Alexandra Baisch und Luis Ruby im Gespräch mit Karen Nölle

Mittwoch, 17. Mai 2017, 20 Uhr
Bibliothek des Literaturhauses
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt 10 €, ermäßigt und MÜF-Mitglieder 7 €

Clarice Lispector schöpft in ihrer Kurzgeschichte »Fünf Erzählungen und ein Thema« die Register des brasilianischen Portugiesisch aus. Anne Garréta dekliniert die Kunst der französischen Sprache in ihrem Roman »Sphinx«.
Beim Übersetzen aus romanischen Sprachen steht man immer wieder vor dem Problem, dass sie so anders konstruiert sind als das Deutsche. Wie fängt man alle Nuancen der fremden Sprache ein? Welchen Satzbau wählt man für das Deutsche? Welche Mittel wenden wir an, welche Wege gehen wir, damit das Werk gelingt, indem es zugleich dem Original und der Zielsprache gerecht wird?
Diesen Fragen werden Luis Ruby (Übersetzer aus dem Spanischen, Portugiesischen und Italienischen) und Alexandra Baisch (Übersetzerin aus dem Französischen, Spanischen und Englischen) im Gespräch mit ihrer Lektorin und Übersetzerkollegin Karen Nölle (Übersetzerin aus dem Englischen und Lektorin und Herausgeberin der edition fünf, in der beide Texte erschienen sind) auf den Grund gehen.

VERANSTALTER: Münchner Übersetzer-Forum e.V., Stiftung Literaturhaus


Fluchen und schimpfen mit Christiane Burkhardt
Donnerstag, 6. April, 20 Uhr,
Literaturhaus, Forum.
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder.
Geflucht, geschimpft und geschmäht wird überall auf der Welt. Doch was in einem Sprachraum gang und gäbe ist, gilt woanders schnell als krankhaft oder sogar strafbar. Wie funktioniert Fluchen überhaupt? Wer flucht wie und warum? Und gibt es für uns Übersetzer ins Deutsche eigentlich Alternativen zum „Griff ins Klo“, wenn etwas „auf gut Deutsch“ gesagt werden will?


Ein Abend zur VG-WORT mit Gerlinde Schermer-Rauwolf
Dienstag, 21. Februar, 20 Uhr,
Literaturhaus.
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder.
(Genaueres entnehmen Sie bitte dem aktuellen Rundbrief.)


Mitgliederversammlung
Donnerstag, 9. Februar, 20 Uhr,
Literaturhaus, Bibliothek.
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder.
(Genaueres entnehmen Sie bitte dem aktuellen Rundbrief.)


Fußangeln und Fallstricke in Übersetzerverträgen
Donnerstag, 12. Januar, 20 Uhr,
Literaturhaus, Forum, dritter Stock.
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei.
(Genaueres entnehmen Sie bitte dem aktuellen Rundbrief.)


„Übersetzer persönlich“
(anschließend großer vorweihnachtlicher Büchertausch)
Donnerstag, 8. Dezember, 20:00 Uhr
Forum des Literaturhauses, dritter Stock
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei

Regina Rawlinson stellt drei übersetzende Überraschungsgäste vor, die auf ihrem spannenden Lebensweg (vielleicht über Um-, Ab- oder auch Schleichwege) irgendwann beim Übersetzen angekommen sind. Nutzen Sie die Gelegenheit, KollegInnen näher kennenzulernen, die für Sie bis jetzt vielleicht nur ein Name auf unserer Mitgliederliste waren oder ein Gesicht bei einer Veranstaltung. Darüber hinaus möchten wir natürlich auch wieder unseren vorweihnachtlichen Büchertisch aufbauen. Bitte bringen Sie überzählige Belegexemplare zum Tauschen und Verschenken mit. Hier haben schon viele das ideale Weihnachtsgeschenk gefunden. Da leider erfahrungsgemäß am Ende des Abends immer zahlreiche Bücher liegen bleiben, möchten wir ganz besonders herzlich auch die KollegInnen, die in diesem Jahr vielleicht nichts zum Büchertisch beisteuern können, einladen, sich nach Herzenslust zu bedienen.


Christian Enzensberger: Ins Freie
Ein Erinnerungsabend – Gespräch und Lesung

Donnerstag, 10. November 2016, Zeit: 20:00 Uhr,
Literaturhaus, Bibliothek
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt 10 Euro, ermäßigt und MÜF-Mitglieder 7 Euro

Christian Enzensberger (1931 – 2009) arbeitete an der Universität München als Literaturwissenschaftler, als Schriftsteller war sein Buch „Größerer Versuch über den Schmutz“ von 1968 viel diskutiert. In seiner Tätigkeit als Übersetzer hat er, beispielsweise mit den Gedichten von Georgios Seferis oder der Übertragung von Lewis Carrolls Alice in Wonderland, Werke hinterlassen, die auch nach einem halben Jahrhundert noch als Meilensteine der Übersetzerkunst gelten. Nicht zu vergessen ist auch sein Engagement für den übersetzerischen Nachwuchs. Am Institut für Anglistik war er maßgeblich an der Einrichtung des Aufbaustudiengangs „Literarisches Übersetzen aus dem Englischen“ beteiligt, der seit knapp dreißig Jahren besteht und inzwischen zu einem Masterstudiengang weiterentwickelt wurde. Wolfgang Gretscher, Werner von Koppenfels, Burkhart Kroeber und Regina Rawlinson stellen Enzensberger als Übersetzer und Dozenten vor, lesen aus seinen Übersetzungen und berichten von ihren persönlichen Erinnerungen an ihn.

MODERATION: Wolfgang Gretscher und Christiane Wyrwa
VERANSTALTER: Münchner Übersetzer-Forum e.V., Stiftung Literaturhaus

Eine Bitte: Es wäre schön, wenn Sie Ihre Karte vorab reservieren könnten, damit das Literaturhaus z.B. die Bestuhlung besser planen kann.


Übersetzerwerkstatt mit Martina Tichy (alle Sprachen)
Donnerstag, 13. Oktober 2016, Zeit: 20:00 Uhr,
Literaturhaus, Forum
Interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei

Damit das Praktische unseres Handwerks nicht zu kurz kommt, möchten wir zusammen mit Ihnen wieder einmal in unserer Werkstatt an aktuellen Übersetzungsproblemen feilen, hobeln oder auch meißeln. Je nach Vorliebe, darf es gern auch klöppeln, stricken oder flicken sein. Am besten schicken Sie Ihre Fragen und Probleme vorab an martinatichy@t-online.de oder bringen sie in vervielfältigter Form mit, damit wir besser diskutieren können. Wer keine Probleme hat, möge Lust zum Basteln mitbringen.


20 Jahre Münchner Übersetzer-Forum: ›Feiern, was man liebt‹
Münchner ÜbersetzerInnen lesen aus ihren Herzensprojekten

Freitag, 30.9.2016, 19.00 Uhr
Literaturhaus München, Foyer
(Einlass & Bar ab 18.30 Uhr)
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei

Das Münchner Übersetzer-Forum feiert! Vor 20 Jahren wurde der Verein gegründet. Seither widmen sich die mittlerweile knapp 140 übersetzenden Mitglieder der Weiterbildung und Sichtbarmachung der Literaturübersetzer, den stillen Heldinnen und Helden der Buchbranche. Monatliche Treffen sowie öffentliche Veranstaltungen fanden dabei auch immer im Literaturhaus statt. Zum Jubiläum lesen Rosemarie Tietze, Christiane Buchner, Elke Link und Jan Schönherr aus ihrem ganz persönlichen Herzensprojekt, erzählen von Werkstatt und Werdegang und natürlich auch von 20 Jahren »MÜF«.

MODERATION: Tanja Handels
FESTREDE: Hinrich Schmidt-Henkel (Vorsitzender des VdÜ)
MUSIK: »Hot Club Dachau«

Anschließend wird gefeiert!

VERANSTALTER: Münchner Übersetzer-Forum e.V., Stiftung Literaturhaus, mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München


Stilübungen-von-Raymond-Queneau-mit-Frank-Heibert-und-Hinrich-Schmidt-Henkel-und-allen-Leuten-im-Publikum-die-Lust-haben-mitzumachen
Eine etwas andere Lesung

Donnerstag, 14.07.2016, 20 Uhr
Literaturhaus München, Bibliothek
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt 10 Euro, ermäßigt und MÜF- Mitglieder 7 Euro

Ein junger Mann mit langem Hals und komischem Hut im überfüllten Bus. Später derselbe Mann vor der Gare Saint-Lazare, wo ein Freund ihm sagt, sein Mantelknopf sitze falsch. Viel mehr wird nicht erzählt – dafür aber in 136 Varianten: vom Sonett zum Haiku, vom Verhör zur Matheaufgabe, mit englischem, italienischem oder bayrischem Akzent, mal zögernd, mal ordinär, mal schwülstig, mal botanisch – oder gar zu Buchstabenclustern zerlegt. Queneaus Stilübungen sind Kreatives Schreiben avant la lettre und längst kein Geheimtipp mehr in den Schreibschulen. Der lange als unübersetzbar geltende Klassiker der französischen Avantgarde, erstmals 1961 auf Deutsch bei Suhrkamp erschienen, liegt nun in einer virtuosen Neuübersetzung von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel vor. Die beiden performen eine Auswahl ihrer Stilübungen, geben Auskunft zu den Hintergründen des Buches und ihrer Übersetzung – und laden schließlich das Publikum zum Stil-Slam ein. Machen Sie mit!

VERANSTALTER: Stiftung Literaturhaus in Kooperation mit dem Münchner Übersetzer-Forum e.V.


Verleihung des Übersetzerstipendiums 2016 des Freistaats Bayern an Andrea O’Brien
Montag, 20.06.2016, 19 Uhr
Literaturhaus München, Bibliothek
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei
(Anmeldung unter Tel. 089-29 19 34-27)

BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND KULTUS, WISSENSCHAFT UND KUNST

PRESSEMITTEILUNG 174/2016

11. Mai 2016

ANDREA O’BRIEN ERHÄLT ÜBERSETZERSTIPENDIUM 2016 DES FREISTAATS BAYERN

Kunstminister Dr. Spaenle: „Stipendium honoriert wichtige Leistung der Übersetzer für deutschsprachige Literaturszene“

MÜNCHEN. Andrea O’Brien aus München erhält dieses Jahr das mit 6.000 Euro dotierte Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für die Erstübersetzung des Romans „This Is Your Life, Harriet Chance!“ des amerikanischen Autors Jonathan Evison. Der Roman ist im Original 2015 erschienen. Er handelt von der 78-jährigen Harriet Chance, deren mühsam aufrecht erhaltene Lebenslüge während einer Kreuzfahrt nach Alaska nach dem Tod ihres Mannes zusammenbricht.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle begrüßt die Wahl der Jury: „Das Stipendium des Freistaats Bayern honoriert die wichtige Leistung der Übersetzerinnen und Übersetzer für die deutschsprachige Literaturszene. Übersetzungen eröffnen einer breiten Leserschaft den Zugang zu internationalen Werken jeder Epoche und aller Genres. Dafür steht auch die Arbeit von Andrea O’Brien, die repräsentativ die Kreativität und Genauigkeit dieses Berufs zeigt – und zwar als Übersetzerin eines breiten Spektrums zeitgenössischer Literatur. Ich freue mich, dass der Freistaat das Vorhaben Andrea O’Briens mit dem Stipendium unterstützen kann.“

„Flüssiger Duktus und hohe Sprachsicherheit der Übersetzerin“

Die Jury würdigte das Übersetzungsvorhaben aufgrund des souveränen Umgangs mit dem Text: „Andrea O’Brien gelingt es, in herausragender Weise die feinsinnigen Stimmungs- und Charakterbilder des Textes, Zwischentöne der Dialoge sowie die für den Autor typische Situationskomik und seinen Sprachwitz zu erfassen. Der flüssige Duktus sowie die hohe Sprachsicherheit der Übersetzerin lassen den Text wie aus einem Guss wirken.“ Darüber hinaus gehe Andrea O‘Brien immer wieder übersetzerische Wagnisse ein.

Das Arbeitsstipendium wird jährlich vom bayerischen Kunstminister an einen literarischen Übersetzer oder eine Übersetzerin vergeben. Es soll ermöglichen, sich ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang einem Übersetzungsvorhaben zu widmen. Das Stipendium an Andrea O’Brien verleiht Staatsminister Dr. Spaenle am 20. Juni im Literaturhaus München.

ANDREA O’BRIEN, geboren 1967, studierte Anglistik und Germanistik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) und am Trinity College in Dublin. Seit 2001 übersetzt sie Kriminalromane, Unterhaltungs- und Reiseliteratur sowie Kinder- und Jugendbücher.

2010 schloss sie das Aufbaustudium Literarische Übersetzung aus dem Englischen an der LMU München mit Erfolg ab. Seither erhielt sie mehrere Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds.


Übersetzer stellen vor
Brigitte Döbert über Die Tutoren von Bora Ćosić

Donnerstag, 19.05.2016, 20 Uhr
Literaturhaus München, Bibliothek
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt 10 Euro, ermäßigt und MÜF- Mitglieder 7 Euro

Moderation: SABINE BAUMANN

Was für Irland Joyces »Ulysses«, ist für Serbien »Die Tutoren« von Bora Ćosić: ein avantgardistisches, fast unübersetzbares Meisterwerk voller Wortspiele und Stilbrüche, ein experimentelles Labor der Sprache – und dabei hochkomisch.

Die Berliner Kollegin BRIGITTE DÖBERT, dafür 2016 sowohl mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW als auch mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, hat die Welt des 1978 erschienenen Romans in ihrer Übersetzung neu erschaffen.

Über ihren ganz besonderen und bisweilen »schrägen« Blick auf und in dieses vielstimmige, sprachverliebte, parodistische Buch des serbischen Exilschriftstellers wird die Übersetzerin im Gespräch mit ihrer Lektorin Sabine Baumann Auskunft geben.

VERANSTALTER: Schöffling & Co, Münchner Übersetzer-Forum e.V., Stiftung Literaturhaus



(Eine Chronik unserer Veranstaltungen aus den Jahren 1996-2016 finden Sie im Archiv unserer alten Website)