2000

Bericht über Bensberger Gespräch 2000
21.12.2000

Regina Rawlinson und andere berichten über das Bensberger Gespräch 2000.


Übersetzer stellen vor
Wieland Grommes präsentiert Randgänge(r) des Stils
16.11.2000

Die französische Gegenwartsliteratur ist sehr experimentierfreudig und weicht oft munter von den Normen ab, die von der Académie Française vorgegeben werden. Nicht wenige Autoren pflegen einen fragmentarischen, umgangssprachlichen, oft ungrammatischen Stil.

Wieland Grommes hat zahlreiche solche „Randgänger“ nach Deutschland und ins Deutsche gebracht: Michel Croce-Spinelli („Die Nächte der Richterin“), Remo Forlani („Die Streunerin“) oder Philippe Delerm („Ein unvergeßlicher Sommer“).

Er stellt typische Texte vor und spricht über die Anforderungen, die sie stellen, zumal dann, wenn ein Autor eine regelrechte „Dekonstruktion“ seines eigenen Stils betreibt und der Übersetzer zusehen muß, daß es danach nicht heißt, die Übersetzung sei schlecht.


Die neue deutsche Rechtschreibung
12.10.2000

Referat von Ingola Lammers, Germanistin und Redakteurin.

Immer öfter müssen wir sie ja anwenden, und dann geht das Grübeln los: Schreibt man jetzt noch „zusammenleben“ oder „zusammen leben“? Muss man aus einem Delphin einen Delfin machen, wird Phantasie zur Fantasie und was ist mit dem „h“ in Spaghetti?
Die neue Rechtschreibung treibt sonderbare Blüten und konfrontiert uns mit einer Fülle von „Hausorthographien“, bei der sich keiner mehr richtig auskennt.


Übersetzer stellen Weltliteratur vor:
Neuheiten zur Buchmesse

27.09.2000

Barbara Kleiner und Elisabeth Edl stellen ihre Neuübersetzungen von zwei bedeutenden Romanen vor, die fast zur selben Zeit – 1925 bzw. 1927 – erschienen und schon wegen ihrer erstaunlichen Thematik die Neuentdeckung verdienen: Italo Svevo, „La coscienza di Zeno“ (Barbara Kleiner) und Julien Green, „Adrienne Mesurat“ (Elisabeth Edl). –

Friederike Hausmann legt einen Sachtext vor: Carlo Feltrinelli, „Senior Service“. Es ist das Buch eines Sohnes über seinen zur Verleger-Legende gewordenen Vater, das Thema steht uns also besonders nah. –

Renate Schmidgall aus Darmstadt hat einen Vertreter der jungen Warschauer Literaturszene für uns Deutschsprachige lesbar gemacht: Marek Lawrynowicz, „Der Teufel auf dem Kirchturm“.


Sommerfest bei Friederike Hausmann
22.07.2000


Aktuelle Informationen
08.06.2000

Thomas Merk gibt einen Überblick über die interessantesten Diskussionen auf der Jahresversammlung der Bundessparte Übersetzer / VdÜ in Leipzig.

Stefan Moster berichtet über die Verhandlungen des Bundessparten-Vorstands mit dem Bertelsmann-Konzern, die im Mai in die zweite Runde gingen.


„I Promessi Sposi“
25.05.2000

Burkhart Kroeber stellt seine Neuübersetzung von Manzonis „I Promessi Sposi“ vor.

Öffentliche Veranstaltung zusammen mit dem Literaturhaus München

Einführung: Bernhard Huß.

Der Roman gilt als das bedeutendste Werk der italienischen Literatur des 19. Jahrhunderts – nur wird es vielen auch so gegangen sein wie mir: Ich blieb bei mehreren Lektüre-Anläufen stecken, weil die Sprache der Übersetzung alles andere als geeignet war, mich tausend Seiten lang zu fesseln. Burkhart Kroeber hat bereits mehrfach attestiert bekommen, daß es ihm gelungen ist, Manzonis Sprache in ganzer Frische aufleben zu lassen.


John Cowper Powys (1872 – 1963)
09.03.2000

Kollege Klaus Pemsel stellt den Autor mit Worten, Bildern und anderen „multimedialen“ Mitteln vor.

Er schreibt:
„John Cowper Powys widmete sich erst mit 57 jahren dem romanschreiben. vorher hatte er lange jahre in einer art ‚ein-mann-zirkus‘ literarische vortragsreisen durch England und Nordamerika unternommen. er gilt leider immer noch als das unbekannteste genie des 20. jahrhunderts. seine literatur ist nicht gängig, leicht verdaulich und flott, sonder eher mit der von hanns henny jahn zu vergleichen, der ein besonderer verehrer von ihm war. Im stil ist er ausladend wie proust oder thomas mann. powys huldigt exzessiv einer individualistischen lebensauffassung, die er mit einer fülle von exzentrischen einfällen in seinen büchern (romanen, essaybänden, autobiographie) propagiert. Glastonbury Romance (1932 erschienen) mit seinen über 1.000 seiten gilt als sein hauptwerk. auch wenn seine schreibweise sehr erdverhaftet und retrospektiv wirkt, ist er mit seinem hintergründigen kosmischen humor und seinen unkonventionellen handlungsverläufen eine machtvolle stimme in der literatur des 20. jahrhunderts.“


Herkules-Arbeit des Übersetzers
13.01.2000

Holger Fliessbach im Gespräch mit Wolfgang Matz.

Dr. Holger Fliessbach erhielt 1998 für die Übertragung des zweiten Bandes der Goethe-Biographie von Nicholas Boyle eines der Literaturstipendien der Landeshauptstadt München. Inzwischen liegt seine Arbeit vor (Goethe. 1790–1803. C. H. Beck Verlag). Außer dem ersten Band dieses Monumentalwerks hat Holger Fließband eine ganze Reihe von anderen, zum Teil mehrbändigen Sachbüchern übersetzt, von denen einige zu Standardwerken wurden. Wie weit eine solche Arbeit über das reine Übersetzen hinausgeht, was sie an Bildungshintergrund und an Recherchen erfordert, soll in diesem Gespräch etwas deutlicher werden.



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