2019

Übersetzer persönlich
mit Regina Rawlinson und drei Überraschungsgästen
(anschließend Belegexemplartausch und Umtrunk – bitte nach Möglichkeit ein eigenes Trinkgefäß mitbringen!)
Donnerstag, 12. Dezember 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
interne Veranstaltung nur für Mitglieder

Auch in diesem Jahr gibt uns Regina Rawlinson wieder Gelegenheit, einige Mitglieder aus unseren Reihen etwas genauer kennenzulernen: Drei Überraschungsgäste berichten im Gespräch mit ihr über ihren ganz persönlichen Weg zum Übersetzen (und ins MÜF), die Freuden und Hürden des beruflichen Alltags und natürlich auch über das Leben jenseits des Schreibtischs. Wir dürfen gespannt sein und uns auf einen unterhaltsamen, abwechslungsreichen Abend freuen!

Im Anschluss an die Veranstaltung findet unser großer Belegexemplartausch statt: Bitte bringt Exemplare eurer neuesten (oder auch älteren) Werke mit – wir freuen uns auf einen bunt bestückten Büchertisch, auf dem nach der Veranstaltung nach Herzenslust gestöbert werden darf. Vielleicht findet sich dort ja sogar das ideale Weihnachtsgeschenk für eure Lieben – oder für euch selbst? Alle MÜF-Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich zu bedienen – auch und gerade, wenn sie selbst in diesem Jahr vielleicht nichts beisteuern können.

Nach Veranstaltung und Büchertausch seid ihr herzlichst zum gemeinsamen vorweihnachtlichen Umtrunk eingeladen – bitte denkt daran, im Sinne der Abfallvermeidung ein eigenes Trinkgefäß mitzubringen!


Selbst-PR für Literaturübersetzer*innen
mit Daniela Heggmaier
Donnerstag, 7. November 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
interne Veranstaltung nur für Mitglieder

Selbst-PR ist eine wichtige Kompetenz in einer vernetzten Welt. Der Vortrag liefert Orientierung im Selbstmarketing-Dschungel, bietet konkrete Ideen und Beispiele, was man für seine Sichtbarkeit und seinen unverwechselbaren Auftritt tun kann. Das sind die Inhalte: Mindset: Wie Sie den Mut finden und warum Selbst-PR heute so wichtig ist. Personal Branding: Wie Sie eine Marke werden. Netzwerken: Wie Sie sich ein Netzwerk aufbauen und wie Sie gute Beziehungen pflegen. Online-PR: Wie Sie im Netz Ihr Wirkungsfeld gestalten. Pressearbeit: Wie Sie in die Medien kommen. Wie Sie Vorträge halten und eigenes Publizieren.

Über die Referentin Daniela Heggmaier:
Information säen, Erfolg ernten – das ist das Motto von Daniela Heggmaier. Als PR-Mentorin steht sie hinter Führungskräften und selbständigen Unternehmer*innen und zeigt ihnen die Selbst-PR-Methoden, Bühnen und Inhalte, die sie für den Aufbau und die Pflege ihres individuellen Power-Netzwerkes brauchen. Sie ist die Autorin des Buches „Selbst-PR“, das im Dezember 2018 im Handelsblatt empfohlen wurde („Das sind die besten Wirtschaftsbücher von Frauen“) und verfügt über 25 Jahre PR-Erfahrung in unterschiedlichen Branchen.  www.danielaheggmaier.com


Vom Umgang mit „Unübersetzbarem“
mit Burkhart Kroeber
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Forum)
Interne Veranstaltung nur für Mitglieder

Burkhart Kroeber schreibt dazu:

„An diesem Abend geht es um die Frage, wie eine besonders eigenwillige und einzigartige Stelle in Thomas Manns Zauberberg von den weltweiten Übersetzerïnnen dieses Romans behandelt worden ist – nämlich die Formulierung „kahles Geäst, das draußen in eisige, krähenschreiharte Nebelfrühe starrt“ (Teil VII, Kap. Vingt et un, ca. 3 Seiten vor dessen Ende). Das Adjektiv „krähenschreihart“ ist ein echtes hapax legomenon, wenn man es googelt, wird man genau zu dieser Stelle und ihren Kommentaren geführt, sonst kommt es nirgendwo vor.

Mit tatkräftiger Hilfe vieler Kollegïnnen habe ich in den letzten zwei Jahren insgesamt 39 Übersetzungen dieser Stelle in 26 Sprachen auflisten können, vom Englischen bis zum Chinesischen, darunter auch eine ins Jiddische (von einem gewissen Jizhak Baszevis, Wilna 1930), aber 1:1 nachgebildet hat das „krähenschreiharte“ nur die erste schwedische Über­setzerin Karin Boye (1929) mit ihrer Kreation kråkkraxhårda (die lediglich aus dem Schrei ein Krächzen macht), alle anderen haben sich mit mehr oder minder einfallsreichen Umschreibungen behelfen müssen. Diese wollen wir uns im Einzelnen ansehen, nicht um sie hochnäsig zu kritisieren oder uns über sie lustig zu machen, sondern um etwas über die Eigenarten der jeweiligen Sprachen zu lernen – wozu uns vielleicht auch die anwesenden Kennerïnnen der betreffenden Sprachen verhelfen können.”


Gläsern Übersetzen
Literaturübersetzung live am Hieronymustag
mit Andrea O’Brien und Luis Ruby
Montag, 30. September 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek),
Eintritt: € 10 / € 7

Der Internationale Übersetzer*innentag wird jährlich am 30. September begangen, dem Todestag von Hieronymus im Jahre 420, einem Kirchenvater, der das Alte und Neue Testament aus dem Hebräischen bzw. Griechischen ins gesprochene Latein übersetzte. Er gilt als der Schutzheilige der Übersetzer*innen. Zu seinen Ehren arbeiten Andrea O’Brien und Luis Ruby, beide mehrfach ausgezeichnet, live am Computer. Das Publikum kann Originaltext und entstehende Übersetzung über Projektion mitlesen und aktiv zur Lösungsfindung beitragen. Andrea O’Brien übersetzt Oksana, Behave! von Maria Kuznetsova aus dem Englischen, Luis Ruby arbeitet an dem argentinischen Kurzroman Cameron von Hernán Ronsino.

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum, Stiftung Literaturhaus


Satzungetüme bändigen – eine praktische Übersetzerwerkstatt
mit Ursula Wulfekamp
Donnerstag, 11. Juli 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Forum)
Interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder

Wie häufig gewünscht, wollen wir uns in dieser Werkstatt wieder einmal ganz praktisch aktuellen Übersetzungsproblemen widmen – diesmal den langen Sätzen. Ursula Wulfekamp schreibt dazu:

„In der Kürze liegt die Würze, heißt es, aber was macht man, wenn man beim Übersetzen auf einen Satz stößt wie: „And there she was in the large room of the Belgravia mews (two mews made into one, in fact) that was now a symphony of blue and brown, the tobacco walls enhanced by a carpet of gentian blue ‘à la Bakst’, as Caspar said, with thirty or forty people, a few of whom she knew by sight.” (Elizabeth Jane Howard, Casting Off) Oder: “It was then that she had understood that he could not bear confrontations of this kind – of any moral kind, she suspected – and as her respect for him diminished (his attitude about the new baby and his wife continuing to be presented to her in a light she knew not to be true) so, curiously, her conscience shrank, and her intentions, her determination, emerged.” (Elizabeth Jane Howard, Marking Time)

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten: Die Länge beibehalten, den Satz zerteilen, Halbsätze streichen oder verkürzen. Welches Vorgehen wann und in welchen Fällen am sinnvollsten, elegantesten oder klügsten ist, das würde ich mit euch gerne etwas eingehender untersuchen – oder vielleicht auch eine vierte Dimension beim Umgang mit Satzungetümen entwickeln?“

Beispiele – je kniffliger, desto besser, und gern auch nicht-englische, diese dann allerdings mit verstärkter Unterstützung der Einreichenden – bitte bis spätestens 9. Juli an ursula@wulfekamp.de


„Echt. Absolut.“: Ergebnisse der Übersetzerwerkstatt für Schülerinnen und Schüler
Moderation: Susanne Hornfeck. Mit: Jonas Baumgärtner, Deborah Diehl, Luna Dunkel, Laurenz Gaigl, Julia Herr, Marlon Kaindl, Inga Lenssen, Isabel Lichtenstern, Sara Vielreicher, Sofia Wilhelm-Stempin, Anna Westermaier & Eileen Winkler.
Donnerstag, 6. Juni 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
Veranstaltung für MÜF-Mitglieder und Angehörige der Auftretenden, Eintritt frei

Erstmals hat das Literaturhaus in diesem Jahr parallel zur Schreibwerkstatt eine Übersetzerwerkstatt für Schülerinnen und Schüler veranstaltet. Unter Leitung von Susanne Hornfeck haben sie an dem Jugendroman What I Leave Behind von Alison McGhee gearbeitet, haben Wörter verglichen, Sätze komponiert und einen eigenen Sound gefunden. Ihre Ergebnisse werden sie uns an diesem Abend präsentieren, über die Probleme diskutieren, auf die sie dabei gestoßen sind, und sich mit uns über das Übersetzen generell und seine Vermittlung austauschen.

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus, Münchner Übersetzer-Forum

Mit Unterstützung des Deutschen Übersetzerfonds, des Literarischen Colloquiums Berlin, der Kulturstiftung des Bundes und der Robert Bosch Stiftung.


Die Nacht der Seelen: Ein Klassiker der estnischen Moderne in deutscher Übersetzung
Mit Sebastian Guggolz und Maximilian Murmann 
Donnerstag, 9. Mai 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt: € 10 / € 7

„Die Nacht der Seelen“ von Karl Ristikivi (1912–1977) gilt als Klassiker der modernen estnischen Literatur. 1944 floh Ristikivi, wie Tausende seiner Landsleute, vor den Sowjets nach Schweden, wo er bis zu seinem Tod lebte. In seinem 1953 erschienenen Exilroman greift er auf seine persönliche Lebenssituation zurück und thematisiert in bisweilen surrealistischer Manier das menschliche Dasein, das von existenzieller Einsamkeit geprägt ist. Ein Buch über die menschliche Geworfenheit, aber auch über das Schreiben und die Kraft der Fantasie. 

Übersetzer Maximilian Murmann und Verleger Sebastian Guggolz präsentieren die im Februar erschienene Übersetzung des Romans. 

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum, Stiftung Literaturhaus 


Lenzlese: Die Frühlingstitel der Münchner Übersetzer*innen
Mit: Alexandra Baisch, Burkhart Kroeber, Gerda Poschmann-Reichenau und Ursula C. Sturm, Moderation: Tanja Handels
Freitag, 5. April 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt € 10 / € 7

Wenn der Frühling kommt, grünt und sprießt nicht nur die Natur – auch viele Bücher erwachen zu neuem Leben. In Lesung und Gespräch stellen vier LiteraturübersetzerInnen aus München und Umgebung ihre Neuerscheinungen vor: Lieblingsprojekte, die dieses Frühjahr in den Buchhandel kommen. Welchen Weg legt ein fremdsprachiges Original zurück, bis es als Übersetzung bei den LeserInnen landet? Welche Freuden (oder auch Leiden) birgt die Arbeit daran? Werkstattanekdoten, Wortfindungstriumphe und -störungen, Erlebnisse mit LektorInnen oder auch AutorInnen: Das alles soll an diesem Abend Thema sein. Aber vor allem geht es natürlich um eines: um die Freude am fertigen Buch! 

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum, Stiftung Literaturhaus


Der Räuber und die Stiefmutter:
Ein Abend mit Rachel Gratzfeld & Kristiane Lichtenfeld
Moderation: Rosemarie Tietze
Donnerstag, 14. März 2019, 20 Uhr, Literaturhaus (Bibliothek)

Über Samanischwilis Stiefmutter von Davit Kldiaschwili (Dörlemann Verlag, deutsch von Rachel Gratzfeld) lachen die Georgier seit gut einem Jahrhundert. Data Tutaschchia – der „edle Räuber“ – von Tschabua Amiredschibis (Kröner Verlag, deutsch von Kristiane Lichtenfeld) war gleich bei Erscheinen 1975 ein Sensationserfolg. Auf Deutsch erschienen diese beiden georgischen Kultbücher erst zur Frankfurter Buchmesse 2018. Welche Wege müssen Übersetzer*innen einschlagen, um derart „exotische“ Literatur zu veröffentlichen? Und welche Hürden sind beim Übertragen aus dem Georgischen zu überwinden?


23. Ordentliche Mitgliederversammlung des MÜF e.V.
Mittwoch, 13. Februar 2019, 20 Uhr, Literaturhaus (Bibliothek)
Interne Veranstaltung, nur für Mitglieder.

Genaueres entnehmen Sie bitte dem aktuellen Rundbrief.


Vorlesetraining mit Michael Kranz
Donnerstag, 10. Januar 2019, 20 Uhr, Literaturhaus (Forum)
(nur für MÜF-Mitglieder, Eintritt frei)

Immer öfter werden Übersetzer auf die Bühne gebeten – zu Podiumsdiskussionen oder eben auch zu Lesungen aus eigenen Texten. Und nicht jeder fühlt sich sicher dabei. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie man sich für eine Lesung vor Publikum dem eigenen Text annähert, kann am 10. Januar mit Michael Kranz praktische Erfahrungen machen.

Der in München lebende Schauspieler (hier seine Homepage) wird am 10. Januar mit uns das Vorlesen eigener Übersetzungen üben. Wer mag, kann Michael Kranz schon am 9. Januar im Literaturhaus bei der Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann (gelesen von Lisa Wagner) und Hans Magnus Enzensberger erleben.



VERANSTALTUNGEN DER VERGANGENEN JAHRE:
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