Veranstaltungen

Übersetzen fürs Theater mit Yvonne Griesel und Henning Bochert von Drama Panorama
Donnerstag, 10. November 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)

Wer fürs Theater übersetzt, findet sich in besonderen Einsatzbereichen und Produktionszusammenhängen – auch häufig abseits des Schreibtischs – wieder. Welche Aufgaben stellen sich Übersetzenden im Theater? Wie unterscheiden sie sich von denen der Literaturübersetzung? Wie werden Übertitel genau erstellt? Was ist bei der Übertragung von Dramen zu beachten?

Henning Bochert und Yvonne Griesel von Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V. arbeiten seit vielen Jahren als Dramenübersetzer und Übertitlerin und geben gerne einen Einblick in die speziellen Formate, Bedingungen, Abläufe und Rechtsfragen, denen Theaterübersetzende begegnen.

Interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder!


!!VERANSTALTUNG AUF UNBESTIMMTE ZEIT VERSCHOBEN!!
Arkadi und Boris Strugatzki, Stalker – Vom Roman zum Film zum Mythos
mit David Drevs
Donnerstag, 13. Oktober 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)

Neuübersetzung und Wiederentdeckung eines literarischen, kinematografischen und gesellschaftlichen Phänomens

Gespräch und Lesung mit dem Übersetzer David Drevs
Moderation: Felix Mayer

Die slawischen Literaturen sind berühmt für ihre Science-Fiction-Romane – und die Brüder Arkadi und Boris Strugatzki zählen zu den renommiertesten Vertretern dieser Gattung. Ihr 1972 erschienener Kurzroman Picknick am Wegrand wurde von der sowjetischen Zensur jahrelang sabotiert und erlangte erst durch Andrej Tarkowskis Film Stalker (der auf Motiven daraus beruht) weltweite Berühmtheit. Noch heute gehört dieses Werk zu den Meilensteinen der sowjetischen Literatur.
Zum 50jährigen Jubiläum der russischen Erstausgabe 2022 erscheint im Heyne Verlag eine deutsche Neuübersetzung des Romans unter dem Titel STALKER. Der Übersetzer David Drevs lässt die kuriose Entstehungsgeschichte des Romans sowie dessen vielfältige Wandlungen auf dem Weg zu Tarkowskis Filmversion Revue passieren, berichtet von seiner Arbeit an der Neuübersetzung und liest Auszüge daraus.

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum // Stiftung Literaturhaus

Öffentliche Veranstaltung – Eintritt: € 12 / € 9 (ermäßigt und für MÜF-Mitglieder)

Karten unter 01806 – 700 733 oder hier.

Und dazu noch unser Kino-Tipp: Aus Anlass der Neuübersetzung zeigt das Filmmuseum München (Sankt-Jakobs-Platz 1) am Donnerstag, dem 27. Oktober 2022 in einer Sondervorführung Andrej Tarkowskis STALKER (UdSSR 1978) im russischen Original mit deutschen Untertiteln. David Drevs führt an diesem Abend in den Film ein und steht im Anschluss für eine Diskussion zur Verfügung.


Herbstlese zum Hieronymus-Tag mit vier Überraschungsgästen
Moderation: Alexandra Baisch
FREITAG, 30. September 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)

Alljährlich am 30. September – dem Gedenktag des Heiligen Hieronymus, der seinerzeit das Alte und Neue Testament aus dem Hebräischen bzw. Griechischen ins gesprochene Latein übertrug – feiern die Literaturübersetzer*innen sich und ihren Beruf, diesmal mit einer Ernte der schönsten übersetzerischen Neuerscheinungen.

Vier Überraschungsgäste geben Kostproben aus ihren Werken und berichten von den Höhen und Tiefen ihrer Arbeit, vom Umgang mit Lektor*innen und Autor*innen. Vor allem aber: von der Freude am fertigen Buch.

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum // Stiftung Literaturhaus
Öffentliche Veranstaltung – Eintritt: € 12 // € 9 (ermäßigt und für MÜF-Mitglieder)

Karten unter 01806 – 700 733 oder hier


Das glücklichste Land der Welt: Finnland übersetzen
mit Elina Kritzokat und Maximilian Murmann
MITTWOCH, 14. September 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)

Vorbei sind die Zeiten, in denen Finnland vor allem mit endlosen Wintern und schweigsamen Eigenbrötlern à la Kaurismäki in Verbindung gebracht wurde. 2021 wurde der Staat im hohen Norden zum vierten Mal in Folge als das „Glücklichste Land der Welt“ ermittelt, und seit Ende 2019 haben die Finnen mit Sanna Marin auch die jüngste Regierungschefin der Welt, was international für viel Beachtung sorgte. Die Nordlichter sind aber nicht nur glücklich und fortschrittlich, sondern auch passionierte Leser.
Doch was zeichnet die finnische Literatur aus? Wie übersetzt es sich aus einer Sprache mit 15 Fällen? Geben die strukturellen Unterschiede zwischen Ausgangs- und Zielsprache mehr Freiheit, erfordern kulturelle Besonderheiten mehr „Leserhilfe“? Oder unterscheidet sich das Übersetzen aus dem Finnischen am Ende vielleicht gar nicht so sehr vom Übersetzen aus anderen Sprachen? Darüber diskutieren der Münchner Übersetzer Maximilian Murmann, der 2020 das Arbeitsstipendium für literarische Übersetzer des Freistaats Bayern erhalten hat, und die Berliner Übersetzerin Elina Kritzokat, die 2019 mit dem Finnischen Staatspreis für ausländische Übersetzer ausgezeichnet wurde.

Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum // Stiftung Literaturhaus

Öffentliche Veranstaltung – Eintritt: € 12 // € 9 (ermäßigt und für MÜF-Mitglieder)
Karten unter 01806 – 700 733 oder unter https://tinyurl.com/28ypyp9z


O tempora! Die Zeiten der Vergangenheit
mit Rosemarie Tietze
Donnerstag, 14. Juli 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)

Reich an Tempora ist das Deutsche ja schon … Wenn nur die Trennlinien zwischen den Zeiten schärfer wären, nicht so oft Zweifel hervorriefen.

Wir wollen versuchen, uns von der Vielfalt der deutschen Vergangenheitstempora ein klareres Bild zu verschaffen. Beispiele sind willkommen! Ein, zwei Textfragmente (möglichst mit Original) bitte bis 12.7. an Mascha Tietze schicken.

Interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder (leider diesmal nicht hybrid) – eine Anmeldung ist derzeit nicht erforderlich.


Verleihung der REBEKKA an Maike Dörries
mit Günther Frauenlob und Regine Elsässer
MITTWOCH, 29. Juni 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
Öffentliche Veranstaltung – Eintritt: 12 € bzw. 9 € für MÜF- und Freundeskreis-Mitglieder

Die Rebekka 2022 geht an die Übersetzerin Maike Dörries für ihre ungewöhnlich produktive, kreative und vielseitige Übertragung von bislang etwa 300 Titeln – Belletristik, Krimis, Sachbücher – aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen.

Die Rebekka ehrt Übersetzer:innen, die seit vielen Jahren gut, begeistert, beharrlich und häufig schlecht bezahlt Bücher aus den Bereichen Unterhaltungsroman, Krimi, Science-Fiction, Fantasy sowie Kinder- und Jugendliteratur ins Deutsche bringen. Obwohl solche Titel oft hohe Auflagen erreichen und das finanzielle Fundament vieler Verlage und Buchhandlungen bilden, bleiben ihre Übersetzer:innen unerwähnt und ungeehrt. Die in diesem Jahr mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung möchte das Bewusstsein für diese wichtige Arbeit stärken. Sie wird von privaten Stifterinnen finanziert und vom Freundeskreis zur Förderung von literarischen und wissenschaftlichen Übersetzungen e.V. verliehen.

Laudator wird der Skandinavisch-Übersetzer Günther Frauenlob sein; Jurorin Regine Elsässer, die aus dem Schwedischen übersetzt, wird Maike Dörries in einem Werkstattgespräch zu ihrer Arbeit befragen.

Karten und weitere Informationen erhaltet Ihr hier.


Das Translatorische Trio – Übersetzer*innen im Gespräch
mit Mirko Kraetsch und Radovan Charvát, moderiert von Frances Jackson (Tschechisches Zentrum München)
MITTWOCH, 18. Mai 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
Öffentliche Veranstaltung – Eintritt: 12 € bzw. 9 € für MÜF-Mitglieder

Wie findet man als Übersetzer*in Zugang zu einem Buch? Was passiert, wenn man auf etwas »Unübertragbares« stößt? Wie sieht das Verhältnis zum Autor aus? Zum Auftakt der neuen Gesprächsreihe geben Mirko Kraetsch (Berlin) und Radovan Charvát (Prag) Einblicke in ihre Arbeit und diskutieren aktuelle Übersetzungen aus dem Tschechischen, Slowakischen und Deutschen sowie das Übersetzen von Klassikern der Weltliteratur. Gastgeberin ist Frances Jackson (Tschechisches Zentrum München).

Karten und weitere Informationen findet ihr hier.


Verhandeln für Literaturübersetzende
mit Luis Ruby
Donnerstag, 7. April 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
(interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder)

Verhandeln ist nicht Kriegsführung, Win-Win die liebste Devise.
Dennoch lohnt es sich, die alte Weisheit zu erwägen, derzufolge, wer sich und seinen Gegner kennt, den Sieg davontragen wird. Wer nur sich kenne, heißt es weiter, dessen Chancen liegen 50/50. Und wer weder sich noch den Gegner kennt, braucht gar nicht anzutreten.
Wir werden uns gemeinsam damit beschäftigen, um welches Kennen es bei Verhandlungen im Bereich Literaturübersetzen geht, einander Denkanstöße geben, Erfahrungen und praktische Tipps austauschen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass sich jede/r vorab über einige Fragen Gedanken macht:

1. Was klappt für mich beim Verhandeln in der Regel gut?
2. Womit bin ich immer wieder unzufrieden?
3. Verhandeln am Telefon oder per Mail: Was ist mir lieber und warum?
4. Was sind meine Ziele bei Verhandlungen (nach Prioritäten geordnet)?

Als weitere Grundlage dient die VdÜ-Handreichung „Verhandeln und Verträge“, die demnächst in aktualisierter Form vorliegt und vorab an die Teilnehmer verschickt wird.

Veranstaltung für maximal 12 Personen in Präsenz sowie – ein erstes Experiment mit dem Hybrid-Format – 3 Personen online

Anmeldung: siehe Rundbrief


OPEN MIC – OFFENES MIKRO
oder frei nach dem Motto der ausfallenden Leipziger Buchmesse: MÜF LIEST!
Donnerstag, 10. März 2022, 20 Uhr, Literaturhaus München (Bibliothek)
(interne Veranstaltung, nur für MÜF-Mitglieder)

Ein offener Leseabend, bei dem MÜF-Mitglieder kurze Ausschnitte aus ihren liebsten / besten / schönsten / spannendsten / schwierigsten / genialsten / witzigsten / gelungensten oder auch einfach neuesten Übersetzungen vorstellen. Alle Sprachen, alle Genres, maximal acht Lesende, maximal zehn Minuten Lesezeit. Wer Lust hat mitzumachen, melde sich baldestmöglich bei Andrea O’Brien, andrea.obrien@muef.de, am besten gleich mit dem entsprechenden kurzen Textausschnitt. Wir freuen uns besonders, wenn sich Kolleg*innen melden, die bisher vielleicht noch nicht so viel Bühnenerfahrung sammeln konnten.

Wer einfach nur kommen und zuhören möchte, braucht sich nach jetzigem Stand der Dinge nicht anzumelden.

26. Ordentliche Mitgliederversammlung des MÜF e.V.
MITTWOCH, 09. Februar 2022, 20 Uhr, ONLINE
Interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder

Zugangsinformationen zum Zoom-Meeting sowie weitere Informationen im Rundbrief.


Wie finden wir die ‚richtige‘ literarische Stimme für unsere Übersetzung?
mit Frank Heibert
Donnerstag, 13. Januar 2022, 20 Uhr, ONLINE
Interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder

Beim literarischen Übersetzen wird oft von der Stimme oder dem Ton eines Textes gesprochen. Wir wissen genau, was gemeint ist, und doch bleibt es in der Praxis oft vage und nebulös, wie wir mit diesen Begrifflichkeiten arbeiten sollen – ist das eigentlich etwas Anderes als der gute alte „Stil“?

In seinem Fortbildungsvortrag präsentiert unser Berliner Kollege Frank Heibert methodische Gedanken und Vorschläge zum Umgang mit der Thematik sowie auch einige praktische Übungen dazu.
Bitte meldet euch wie immer vorab an, diesmal bei tanja.handels@muef.de; ihr erhaltet dann den Zugangs-Link für das Zoom-Meeting sowie alle Textbeispiele und Materialien des Referenten, die er uns im Vorfeld schicken wird.



VERANSTALTUNGEN DER VERGANGENEN JAHRE:
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